Von Bangkok nach Laos

Nach 3,5 Stunden Flug von Colombo, sind wir in Bangkok angekommen. Giuli erlebte die Eindrücke der Stadt zum ersten Mal. Für mich ist es das zweite Mal in der Hauptstadt von Thailand.

Wir haben uns für 4 Nächte in ein Guesthouse eingebucht – Jeesnail Guesthouse liegt etwas außerhalb von der lebendigen Innenstadt, aber nur 5 Minuten mit dem Bus zur Asiatique. Im Guesthouse angekommen, wurden wir sehr lieb von unserem Host “Moe” in Empfang genommen. Er ist deutscher, kommt aus Hamburg und lebt seit mehr als eineinhalb Jahren in Bangkok. Moe konnte uns viele wertvolle Tipps und Insider zur Stadt mitgeben.

Wir haben uns viel mit Bus, Taxi und zu Fuß fortbewegt. Tuk Tuk sind wir natürlich auch gefahren, aber die sind im Vergleich dreimal so teuer wie ein Taxi oder mit Grab zu fahren.

An unserem ersten Tag sind wir zum Chatuchak Markt gefahren. Einer der größten Wochenend-Märkte der Welt. Hier gibt es über 10.000 Stände an denen man Klamotten, Essen, Kosmetik oder auch Einrichtungsstücke und Geschirr kaufen kann. Ein Traum für jede Frau – und wie ich gelernt habe, auch für jeden Mann 😉 Täglich besuchen schätzungsweise zwischen 200.000 und 300.000 Menschen den Chatuchak zum bummeln und verweilen. Für uns ein absolutes Highlight in Bangkok!


By JJ Harrison via Wikimedia Commons

Am Abend ging es dann weiter auf die berühmte Khao San Road. Es erwarteten uns extrem viel Touristen zwischen all den Food- und Verkaufsständen. So voll hatte ich es nicht in Erinnerung. Überall Party Party Party. Viele Touris mit Buckets, die von Bar zur Bar grölten. Ballermann hoch Zehn… Wir sind die Straße einmal hoch und runter gelaufen, haben leckeres Pad Thai gegessen und Giuli hat fette Maden genascht… Man sollte einmal durch die Straße gelaufen sein, aber nochmal brauchen wir das nicht. Giuli war mehr als enttäuscht von der Khao San Road.

Viel besser fanden wir es, abends über die Asiatique zu schlendern, auch hier gibt es viel Essen, Shopping und Massagen. Von dort aus, sind wir jeden Abend unsere knapp 20 Minuten zum Guesthouse gelaufen und haben auf dem Heimweg die Streetfoodstände durchprobiert.

Weitere Märkte, die man in Bangkok besuchen sollte, sind die Floating Markets von denen es mehrere in gibt. Wir sind auf Empfehlung von Moe zum Lak mayom gefahren. Man sollte früh dort sein, da die Märkte gegen Mittag wieder schließen. Hier gibt es eine große kulinarische Auswahl und man ist leicht überfordert von dem riesen Angebot an Allerlei. Das Essen wird an normalen Ständen, aber auch aus Booten gereicht und frisch zubereitet. Dies ist kein Markt auf dem man verhungerst 😉

Eine große “ToDo”, war der Besuch der alten Hauptstadt des siamesischen Königreichs Ayutthaya. Die antike Tempelstadt liegt nur ca. 1 Stunde von Bangkok entfernt. Wir haben eine Tour in der Travel Agency “TCT” gebucht, welche im Verhältnis zu anderen Angeboten mit ca. 33€ pro Person inkl. Lunch und einem Besuch in der Sommerresidenz des Königs sehr günstig war. Die Agency wollte uns natürlich noch weitere Touren aufschwatzen, wir lehnten aber höflich ab 🙂

Am nächsten morgen sollten wir um 6:30 Uhr von einem Minibus abgeholt werden, dieser verspätete sich aber um eine Stunde (wahrscheinlich ist das normal in Bangkok, da der Verkehr in den Morgenstunden verrückt ist). Wir sind dann mit ca. 15 weiteren Personen nach Ayutthaya gefahren. Die Stadt, mit den vielen Ruinen und Tempeln, welche zum UNESCO-Welterbe zählt ist sehr beeindruckend. Besonders der Buddha Kopf im Feigenbaum hat uns fasziniert. Dennoch hatten wir uns ein bisschen mehr erhofft. Wir hatten das Gefühl, dass der besondere Spirit von Ayutthaya, schon lange nicht mehr da ist. All die vielen Touristen (zu denen wir ja auch zählen), geben diesem Ort das Bild einer einzigen Touristenattraktion, den Glanz des einstigen Königreiches spürt man kaum noch. Wir wurden deshalb von der Stadt nicht so in den Bann gezogen, wie wir uns das erhofft hatten. Im Anschluss besuchten wir noch die königliche Sommerresidenz. Generell war die organisierte Tour mit “TCT” zwar günstig, aber nicht wirklich lohnenswert. Das Mittagessen, welches im Preis inklusive ist, war ungenießbar und auch die stark klimatisierten Minivans mit wenig Beinfreiheit waren mehr als unangenehm. Ein Besuch auf eigene Faust mit dem Zug nach Ayutthaya und Guide vor Ort, ist sicherlich eine gute Alternative… mit etwas Planung und Zeit sollte das kein Problem sein. Gegen 18:00 Uhr waren wir zurück in unserem Guesthouse.

An unserem letzten Tag haben wir den Wat Pho besucht. Der große buddhistische Tempel liegt im Zentrum der historischen Altstadt Bangkoks. Hier trifft man auf einen sitzenden, einen sehr großen stehenden und einen liegenden Buddha. Der berühmte liegende Buddha welcher 46 Meter lang und 15 Meter hoch ist, ist viel beeindruckender und größer, als wir uns ihn vorgestellt haben – sollte man gesehen haben!

Nach dem Tempel sind wir in ein Katzenkaffee, welches wir unbedingt empfehlen können! – Caturday, Cat Café – ich hätte nicht gedacht, dass ein Katzenkaffee so viel Spaß macht! 🙂 Es war sehr sauber und schön eingerichtet. Mehr als 30 Katzen haben es sich um uns gemütlich gemacht. Es sind nicht unbedingt Schmusekatzen, aber das macht gar nichts. Wir haben etwas getrunken, Katzen gefüttert und mit ihnen gespielt. Es war wirklich witzig und irgendwie beruhigend!

Am Abend sind wir dann, auf Empfehlung unserer Freundin Laura, zum W District Market in Phra Kanong gefahren. Die Gegend ist sehr cool und arty. Viel Kunst und Street Art unterscheiden das Viertel vom typischen Bangkok. Als wir da waren konnten wir die Bangkok Design Week 2018 #BKKDW2018 besuchen.

Das Wetter in Bangkok war durchgängig heiß und drückend. Die Temperaturen lagen täglich bei ca. 31 Grad. Am Morgen unserer Abreise haben wir nach fast 4 Wochen das erste mal wieder Regen gesehen.

Weiter ging es mit dem Flieger nach Chiang Mai. Dort waren wir länger als geplant, da es Giuli gesundheitlich nicht so gut ging und wir nicht weiter reisen konnten. Chiang Mai haben wir mit dem Fahrrad erkundet und ist abends noch schöner als tagsüber. Wir hatten Glück und konnten in der Nähe des Tha Phae Gates bei einem Sepak Takraw Turnier zuschauen. Die Sportart gehört zu den Nationalsportarten der Thais und erfordert neben hoher Sprungkraft und Ballgefühl auch ein enormes Mass an Biegsamkeit! Es ist ein wenig wie Volleyball nur mit den Füßen 🙂 Es war sehr spannend und wir haben mehrere Stunden zugeschaut. Am letzten Tag haben wir noch ein sehr schönes und traditionelles Guesthouse, etwas ab vom Trubel, gefunden. Das Monfai Cultural House ist ein sehr idyllischer und schöner Ort. Der Gastgeber war sehr freundlich und hat sich viel Zeit für uns genommen. Das Monfai wird von den Thais für die traditionellen Hochzeitsfeiern gebucht. Der Garten und die Ruhe haben uns sehr gefallen.

Als Giuli wieder gesund war, ging es mit dem Greenbus nach Chiang Rai (Fahrt: 3 Stunden). Chiang Rai fanden wir angenehmer und schöner, als gedacht. Wir haben den weißen Tempel besucht, welcher echt sehenswert ist! Wir sind buchstäblich von der Hölle in den Himmel gelaufen. Nach einer Nacht in Chiang Rai ging es mit dem Bus an die laotische Grenze (Fahrtzeit: 2 Stunden, Visa on arrival: 30 $). Hier sind wir nun in Houayxay. Dieser Ort ist nicht sonderlich schön und dient nur als Zwischenstopp, um morgen früh mit dem Slowboat nach Luang Prabang zu fahren.

Viele Grüße
Anna & Giuli

2 Kommentare zu “Von Bangkok nach Laos

  1. Super Bilder ich bin echt beeindruckt von eurer Reise
    LG
    Ralf

  2. Hartmut Bunge

    Gedanklich begleite Ich Euch ein Stück auf Eurer Tour durch Thailand – insbesondere auf der Strecke von Bangkock über Chiang Mai hoch ins Goldene Dreieck Thailans/Laos/Burma. Tolle dass Ihr das erelben könnt. Und sehr schöne Erinnerungsfotos! Bleibt gesund!

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