Von Ella ans Meer

Vom schönen Nuwara Eliya, welches vor allem für seine unverkennbaren schönen Teeberge bekannt ist, sind wir mit dem Zug weiter nach Ella gefahren. Die Zugstrecke ist wegen der tollen Landschaft ein Muss für alle Sri Lanka Reisenden! Die Zugfahrt haben wir in der 3. Klasse verbracht, was wir wirklich empfehlen können. Hier reist man nicht nur günstiger, sondern teilt sich das Abteil mit den Einheimischen und bekommt so viel mehr von den freundlichen Menschen der Region mit. Sitzplätze sind hier allerdings nur selten zu bekommen. Wir hatten wirklich Glück und konnten einen der beliebten Plätze direkt an der offenen Tür ergattern. Der Ausblick von hier war mehr als beeindruckend.

(von Nuwara Eliya nach Ella)

Während der dreistündigen Zugfahrt, haben wir eine Familie aus Toronto kennengelernt – Os, AB und Nazz – und uns direkt super verstanden. Wir haben uns den Platz vorne an der Tür geteilt. Es war ein aufregendes Gefühl die Beine aus dem Wagen hängen zu lassen, auch wenn wir vom Schaffner mehrmals aufgefordert wurden, das nicht zu tun. Während der Fahrt haben wir ein Treffen mit unseren neuen kanadischen Freunden in Mirissa ausgemacht.

(Nazz, Os, Anna, Giuli & AB)

Ella, unsere Endstation, ist ein kleines Dorf oder besser gesagt eine Straße mit Bars und Restaurants. Zu empfehlen ist das In Reincarnation, dort haben wir uns sehr wohl gefühlt! Die Landschaft ist sehr schön. Hier findet man neben vielen Touristen den Ella Rock und den Little Adams Peak, sowie die Nine arches Bridge. Wir waren nur auf der Brücke, da wir, und unsere Waden, nach unserem Trip zum Adams Peak erstmal genug vom Laufen hatten 🙂

Nach Ella ging es weiter Richtung Yala Nationalpark. Pali hat die Safari mit uns gemacht, da dies unser letzter Tag zu dritt war. Wir haben Elefanten, Krokodile, Pfaue, Schwarzkopfaffen, bunte Vögel, viele Büffel und Leguane gesehen. Die Elefanten kamen nicht so nah an die Jeeps wie man es von anderen Parks kennt. Wir hatten das Gefühl, dass die Tiere im Yala wirklich noch in freier Natur leben und in frieden ihre Runden durch die Steppe ziehen können. Der Park ist riesig und liegt direkt am Meer. Die Safari ging 4,5 Stunden und hat pro Auto 100 Dollar gekostet. Je mehr Personen im Auto sitzen, desto günstiger ist es pro Kopf.

(Giuli, Pali & Anna)

Am nächsten Tag hat uns Pali nach Tangalle gefahren. Dort mussten wir uns nach neun eindrucksvollen, abenteuerlichen und einzigartigen Tagen von ihm verabschieden. “Came as a guest, go as a friend” – Pali. Wir hätten nicht erwartet, dass die Tour mit einem Local so viel Spaß macht und so viel Wissen mit sich bringt! Falls ihr Palis Kontakt braucht, meldet euch bei uns!

Unser Guest House in Tangalle das All View Resort, war eine sehr gute Wahl. Es ist super gemütlich und wird von einem Jungen und seiner Mutter geführt. Zwei wirklich sehr herzliche Menschen und die Mama ist wohl die beste Köchin, die wir bisher kennen lernen durften! Das Resort liegt ca. 10 Gehminuten vom Beach entfernt, hat aber auch einen kostenfreien Fahrradverleih. Preis-Leistung stimmt hier! Hier durfte Giuli mit den Jungs, erstmals selbst ein Tuk Tuk fahren, da hier die Straßen und Wege wenig befahren sind. Es war ein sehr holpriger und spaßiger Ritt. Die Einheimischen haben nur geschaut und gelacht.

Am ersten Tag sind wir direkt auf die Räder und ab an den Strand. Der “Rekawa Beach”, bietet: keine Touristen, viele Fischerboote und hohe Wellen. Ein sehr schöner Strand, aber wie wir finden, nicht so gut zum baden geeignet. Danach fuhren wir zum sogenannten “Rock Pool”. Auch hier waren keine Touristen und wir hatten einen riesigen schönen Strand ganz für uns alleine. Es war wundervoll zum runterkommen und entspannen. Weiter ging es zum “Turtle Beach”. Ebenfalls traumhaft und keine Menschenseele dort! Das änderte sich dann aber doch ganz schnell… Um ca. 20:30 Uhr beginnt hier nämlich die Turtle Watch. Auch wir waren zwei von vielen Schaulustigen, die gegen Mitternacht die großen Wasserschildkröten beim Eier legen am Strand beobachteten. Die ganze Aktion wird durch eine Organisation bewacht, welche jeden Tag, 24 Stunden den Strand beobachtet und dafür sorgt, dass die Schildkröten nicht gestört werden (so wird es behauptet). Aus diesem Grund, gab es auch klare Regeln für alle “Turtle Watch Gäste”. Wir durften zum Beispiel, zu keiner Zeit eine Taschenlampe oder das Licht unserer Smartphones benutzen. Das Weißlicht kann die Schildkröten blenden und sie sogar für eine bestimmte Zeit erblinden lassen. Zudem schreckt es sie ab an Land zu kommen, deshalb wurde nur Rotlicht genutzt. Nachdem wir ca. drei Stunden am dunklen am Strand gewartet, Sterne beobachtet und auch eingeschlafen sind, erblickten wir die erste Schildkröte! Sie war riesig und wog ca. 150 kg. Das Nest buddeln, Eier ablegen (ca. 150 Eier) und Nest zu machen, hat ungefähr weitere 45 Minuten gedauert. Danach kroch sie ungestört zurück ins weite Meer. Auf dem Weg ins Wasser legte sie weitere Eier in den Sand, welche wir aufgesammelt und tief im Nest verbuddelten. In ca. zwei Monaten werden die kleinen Schildkröten schlüpfen. Es war eine sehr schöne Erfahrung und hatte in der Dunkelheit etwas magisches.

Jeder sollte für sich selbst entscheiden ob er bei einer dieser nächtlichen Aktionen teilnehmen will. Einige Gäste waren unzufrieden und haben den Strand bereits früher verlassen. Andere behaupteten es sei pure Abzocke. Uns hat die eine Nacht auf jeden Fall gereicht und wir würden es wahrscheinlich nicht wieder tun.

(Tangalle Beach & Turtle Watch)

Unser Fazit zu Tangalle: Tangalle ist noch irgendwie unberührt und nicht voll von Touristen. Ein sehr schönes Fleckchen Erde, an dem man die Seele baumeln lassen kann. Hier findet man definitiv die schönsten Naturstrände der Insel, welche eher zum staunen als zum baden einladen. Uns hat es auf jeden Fall sehr gut gefallen!

Von Tangalle ging es für uns mit dem Bus weiter nach Mirissa. Die Fahrt dauerte ca. 1,5 Stunden. Hier haben wir unsere kanadischen Freunde wieder getroffen, welche 10 Minuten von Mirissa in Kamburugamuwa bei Freunden gewohnt haben. Azma und Sanjay haben hier das Bonso Cafe eröffnet. Es liegt direkt am Strand und lädt zum chillen ein. Ein wirklich sehr sehr cooler Geheimtipp, hier lässt es sich leben! Auch für Yoga-Liebhaber der perfekte Ort. Wir haben hier den ganzen Tag am Strand und im Café in Hängematten entspannt und hatten eine tolle Zeit. “Bonso” heißt übrigens auch der Haushund, welcher ebenfalls ein Experte im Faulenzen ist. Place to be and follow on Insta: Bonso Cafe

(ltr: Grandma in the back, Giuli, Nazz, Anna, Azma, Mama, Sanjay, AB, Os )

Unser Fazit zu Mirissa: Von Mirissa selbst waren wir etwas enttäuscht. Der Strand ist überfüllt, es ist einfach viel zu viel los! Abends ist es etwas gemütlicher, mit den ganzen Bars und Restaurants direkt am Wasser. Das Bonso Café und dort der Strand sind tagsüber auf jeden Fall zu empfehlen und mit dem Tuk Tuk nur 10 Minuten entfernt.

Nach zwei Nächten in Mirissa, ging es mit dem Tuk Tuk nach Dalawella,  das nur ein paar Minuten vom touristischen Unawatuna entfernt ist. Wir hatten uns für vier Nächte in ein sehr günstiges und schönes Guest House Disna Place eingebucht (ca. 10€ / pro Nacht). Eigene Küche und Dachterrasse inklusive. Zudem hatten wir uns für ein paar Tage einen Roller gemietet. Der Strand in Dalawella ist schön und nicht so überfüllt. Der Strand in Unawatuna – ca. 5 Minuten mit dem Roller – gefiel uns aber etwas besser. Trotz der vielen Touristen findet man hier immer noch ein Plätzchen zum Entspannen. Am nächsten Tag fuhren wir nach Galle Fort um die Altstadt zu besichtigen. Wir hatten uns aber wohl die falsche Uhrzeit für den Ausflug ausgesucht, denn zur Mittagszeit ist hier die Hitze fast unerträglich. Galle Fort, nicht zu verwechseln mit Galle, fanden wir aber mit seinen vielen schöne Boutiquen zum flanieren sehr schön.

In Dalawella blieben wir noch weitere zwei Tage, nachdem es dann weiter Richtung Osten, mit dem Bus nach Bentota ging. Hier verbringen wir nun leider schon die letzten Tage in Sri Lanka bevor es dann weiter nach Baaaaangkooook geht!

Viele Grüße
Anna & Giuli

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